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Inobhutnahme

Was uns ausmacht

Die Gründe, die eine vorübergehende Unterbringung notwendig machen, sind vielfältig: Jugendliche, die nicht mehr in der Herkunftsfamilie leben können, deren Jugendhilfemaßnahme abgebrochen wurde, oder die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) nach Deutschland gekommen sind.

Als Kooperationspartner der Stadt Freiburg nehmen wir seit 2001 männliche Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren bei uns in Obhut. Die Aufnahme erfolgt 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, 24 Stunden. Unser Betreuungskonzept wird in Wohngruppen, aber auch in Bereitschaftspflegefamilien umgesetzt, je nach Bedarf. Der Fokus liegt darauf, einen sicheren, jugendgerechten Ankommens-Ort zu bieten, anschließend gemeinsam mit den Jugendlichen im Rahmen eines Clearingverfahrens eine Perspektive zu entwickeln und die nächsten Schritte zu planen. In unseren Wohnangeboten bieten wir in einem strukturierten Alltag möglichst passgenaue Unterstützung. Wir begleiten die Jugendlichen dabei, ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln, ihr Selbsthilfepotential zu erweitern und Verantwortung zu übernehmen.

Das koordinierte Vorgehen im Einzelfall begleitet unser Fachdienst, bestehend aus pädagogischen und psychologischen Fachkräften. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Sozialen Dienst der Stadt Freiburg, Vormündern, Kinderärzten, Polizei und der Kinder- und Jugendpsychiatrie, unserem eigenen Dolmetscherpool sowie verschiedenen anderen Kooperationspartnern ist zentrales Element unserer Arbeit.

Der Zugang zu Deutschkursen ist bei umF ab dem ersten Tag gewährleistet. Am Ende der Inobhutnahme können verschiedene Maßnahmen stehen: die erfolgreiche Vermittlung in eine dauerhafte Jugendhilfemaßnahme (z.B. in unserer Einrichtung), aber auch die Rückkehr in die Herkunftsfamilie.
Zudem gehört die Begleitung der sogenannten Umverteilung in einen zugewiesenen Landkreis im Bundesgebiet zu unseren Leistungen.

Unsere Angebote

nach 42 und 42a SG VIII

- Das Angebot steht allen in Obhut genommenen Jugendlichen zur Verfügung (nicht nur den umF) und bietet den jungen Menschen ein individuelles Betreuungssetting.
- Die Jugendlichen leben mit der betreuenden Person oder den betreuenden Personen im privaten Haushalt zusammen (1 bis 2 Jugendliche pro Familie).
- Enge Begleitung, Betreuung und Beratung der Jugendlichen und der Familien durch den Fachdienst.
- Beschulung über den Deutschkurs oder individuelle Schulmöglichkeiten (Flex DaZ).
- Stützende Angebote durch den hausinternen Fachdienst Psychologie.
- Umfangreiche Freizeitangebote (Fußball, Schwimmen, Kickboxen etc.).
- Ausüben der eigenen Religion wird ermöglicht.
- Regelmäßige Vor-Ort-Gespräche.
- Begleitung bei der Zuweisung im Rahmen der bundesweiten Umverteilung.
- Begleitung beim Übergang in Anschlussmaßnahmen im Rahmen der Jugendhilfe in Freiburg.
- Enge Kooperation mit allen Verfahrensbeteiligten im Sinne des Jugendlichen.
- Regelmäßige Schulung der Bereitschaftspflegefamilien

nach 42 und 42a SGB VIII für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

- Vier Wohngruppen mit je acht Plätzen sowie zwei Notplätzen sind auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge spezialisiert.
- Versorgung, Betreuung und Begleitung durch speziell geschultes Fachpersonal (interkulturelle Kompetenz, Traumapädagogik, Deeskalation, Aufenthaltsrecht etc.).
- Stützende Angebote durch den hausinternen Fachdienst Psychologie.
- Die Zuteilung eines Kontaktbetreuers ermöglicht den Jugendlichen, in vertraulichen Gesprächen Fragen zu stellen, die nächsten Schritte zu klären und Bedarfe zu äußern.
- In wöchentlich stattfindenden Gruppengesprächen können sich die Jugendlichen aktiv einbringen und ihren Lebensraum mitgestalten.
- Umfangreiche Freizeitangebote (Fußball, Schwimmen, Kickboxen, etc.).
- Ausüben der eigenen Religion wird ermöglicht.
- Begleitung bei der Zuweisung im Rahmen der bundesweiten Umverteilung.
- Begleitung beim Übergang in Anschlussmaßnahmen im Rahmen der Jugendhilfe in Freiburg.
- Enge Kooperation mit allen Verfahrensbeteiligten und im Sinne des Jugendlichen.
- Deutschkurs in unserer Erich-Kiehn-Schule.